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Freitag, 22. November 2013

Russland und der EGMR

Ein russischer Menschenrechtsanwalt berichtet. Vortrag von Dr. Kirill Koroteev


Dr. Kirill Koroteev ist Menschenrechtsanwalt in Moskau. Er hat vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Fälle gegen Russland vertreten und vertritt gegenwärtig die NGO Memorial vor russischen Gerichten und vor dem EGMR im Verfahren über die Anwendung des "Agentengesetzes", das in Russland und im Ausland heftig kritisiert wurde.

Er berichtet über seine laufenden Verfahren, insbesondere zum NGO-Gesetz und zum Alltag als Rechtsanwalt vor russischen Gerichten, und diskutiert den Einfluss des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte auf das russische Rechtssystem.

Koroteev studierte von 2000 - 2005 an der Moskauer Higher School of Economics und anschließend an der Universität Paris Pantheon Sorbonne. Anschließend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Paris X. Seither ist er in Russland als Anwalt tätig. Er ist Autor von zahlreichen Artikeln zum europäischen und russischen Menschenrechtsschutz.

Sprache: Englisch

Veranstalter:

Anastasia Berger, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Rechtswissenschaftliche Fakultät, LMU München

Prof. Dr. Caroline von Gall, Institut für Ostrecht der Universität zu Köln

MEMORIAL Deutschland

Zeit: Mittwoch, den 27.11.2013, 18.30 Uhr
Ort: LMU München, Geschwister-Scholl-Platz 1 (B), Raum B 015

Donnerstag, 14. November 2013

Carola-Neher-Straße in München

Feier zur Straßenbenennung und Ausstellung im Deutschen Theatermuseum


Der langjährige Einsatz der Münchner Gruppe von MEMORIAL Deutschland wurde von Erfolg gekrönt: Eine Münchner Straße erhält die Bezeichnung „Carola-Neher-Straße“ (nach der berühmten Münchner Schauspielerin, die 1933 aus Deutschland emigrieren musste und 1942 in einem sowjetischen Lager ums Leben kam).

Am 15. November 2013 findet die offizielle Feier zur Straßenbenennung statt. Am gleichen Tag startet die von MEMORIAL Deutschland initiierte Ausstellung über Carola Neher im Deutschen Theatermuseum (Kuratoren: Micha Neher und Petra Kraus).


Nachfolgend Informationen zum Begleitprogramm:

Straßenbenennung
Feier zur Benennung der Carola-Neher-Straße

15.11.2013, 14 Uhr
Carola-Neher-Straße
(S-Bahn-Haltestelle Siemenswerke)
Es sprechen: Christine Strobl, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München
Irina Schtscherbakova, MEMORIAL Moskau
Es lesen: Schülerinnen und Schüler der Otto-Falckenberg-Schule


Ausstellung

Carola Neher –
„Wir Schauspielerinnen sind erst auf der Bühne in unserem Element, wir stolpern nur im Leben.“
Ausstellung im Deutschen Theatermuseum (Galeriestr. 4a, 80539 München)
15.11.2013-23.2.2014


17.11.2013, 11 Uhr

Vortrag von Reinhard Müller

Literaturhaus München, Bibliothekssaal
Eintritt: 7 €, erm. 5 €
Kartenreservierung unter 089/29194327 oder Online-Kartenverkauf über www.literaturhaus-muenchen.de


16.01.2014

"Flieg zum Flammengott der Schmerzen"

Lesung für fünf Stimmen:
Caroline Ebner                 Carola Neher
René Dumont                   Klabund
Steven Scharf                  Zeugnisse
Hildegard Schmahl          Zeugnisse
Moderation                      Julia Cortis, BR

Textauswahl: Bettina Nir-Vered,
MEMORIAL Deutschland


Deutsches Theatermuseum, 20 Uhr
Eintritt: 10 €
Kartenreservierung unter 089/210691-28


31.01.2014, 20 Uhr

“Le retour de Carola Neher”

Jorge Semprún
„Bleiche Mutter, zarte Schwester“

Szenische Lesung von Schülerinnen und Schülern der Otto-Falckenberg-Schule

Es lesen:
Hassan Akkouch, Philipp Basener, Jonathan Berlin, Daniel Gawlowski, Bastian Hagen, Colin Hausberg, Nurit Hirschfeld, Merlin Sandmeyer, Maike Schroeter, Alina Stiegler, Irina Sulaver, Caroline Tyka

Leitung:
Marcus Boshkow

Deutsches Theatermuseum
Eintritt: 7 €, erm. 5 €
Kartenreservierung unter 089/210691-28

Das detaillierte Programm finden Sie hier.

Zur Veranstaltung im Literaturhaus mit Reinhard Müller siehe hier: http://www.literaturhaus-muenchen.de/veranstaltung/items/2707.html
Informationen zum Deutschen Theatermuseum auch hier: http://deutschestheatermuseum.blogspot.de/p/die-zukunft.html

Montag, 23. September 2013

Schalamow-Ausstellung im Literaturhaus Berlin

Vom 27.9. bis 8.12.2013 wird im Literaturhaus Berlin die Ausstellung „Leben oder Schreiben. Der Erzähler Warlam Schalamow“ gezeigt.

Am 26.9. um 18 Uhr findet die offizielle Eröffnung statt mit Ernest Wichner vom Literaturhaus Berlin, Irina Ostrowskaja (Memorial Moskau), Valeri Jessipow (Schalamow-Biograph) und Wilfried F. Schoeller (Kurator).

Weitere Informationen finden Sie hier:

Donnerstag, 5. September 2013

To Russia with Love ....

  Konzert und Forum für Menschenrechte in Russland

§  Am 7. Oktober 2013 im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin
§  Ab 18 Uhr: freier Eintritt zum NGO-Informationsforum
§  18.30 Uhr: Diskussionsrunde zum Thema „Wir lassen uns nicht einschüchtern – die russische Zivilgesellschaft unter Druck“
§  20 Uhr: Konzert
Mit GIDON KREMER und der KREMERATA BALTICA, MARTHA ARGERICH, NICOLAS ALTSTAEDT, DANIEL BARENBOIM, KHATIA BuniatishVili, ROMAN KOFMAN, GiYa Kancheli, ELSBETH MOSER, Sergei Nakariakov, EMMANUEL PAHUD und dem SHCHEDRYK-KINDERCHOR
Herausragende Musiker wie Leonard Bernstein, Mstislaw Rostropowitsch oder Yehudi Menuhin haben zusammen mit vielen anderen den Kampf für die Freiheit unterstützt. Diese Tradition fortsetzend wollen die Kremerata Baltica und Gidon Kremer gemeinsam mit anderen weltberühmten Künstlern auf die sich verschlechternde Menschenrechtslage in Russland mit der Sonderveranstaltung „To Russia with Love“ aufmerksam machen. Das musikalische Programm umfasst Werke russischer Komponisten wie Schostakowitsch, Tschaikowsky und Rachmaninow sowie die Premiere von Giya Kanchelis „Angels of Sorrow“, das den unschuldigen Opfern unserer Zeit gewidmet ist.
Gidon Kremer erklärt sein Engagement für diesen besonderen Abend so: „Ich bin kein Politiker, doch ich halte es mit Alexander Puschkin, der sagte, sein Platz sei auf der Bühne und man müsse all den ‚guten Willen‘ einsetzen, den man als Künstler zur Verfügung habe.“ Kremer fügt hinzu: „Ich habe das Glück, dass ich mit meiner Meinung nicht allein bin und dass so viele tolle Freunde aus der Welt der Musik diese Konzertveranstaltung unterstützen, um sich mit dem russischen Volk in seinem Kampf für Menschenrechte zu solidarisieren.“
Von den friedlichen Demonstranten des Bolotnaja-Platzes, auf die nun ein politischer Prozess wartet, über die Verfolgung von Nichtregierungsorganisationen als „ausländische Agenten“, die Drangsalierung von homosexuellen Menschen und LGBT-Aktivisten, die Schikanierung von Menschenrechtsverteidigern und Umweltaktivisten, den im Gefängnis verstorbenen Sergei Magnitsky bis hin zu den am längsten inhaftierten politischen Gefangenen der neueren russischen Geschichte, Michail Chodorkowski und Platon Lebedew: die Menschenrechte sind in Russland zunehmend in Gefahr. Die heutigen Machthaber dulden keinerlei politische Kritik, auch nicht als Zeichen einer gesunden Demokratie. Stattdessen werden Kritiker im heutigen Russland verfolgt und für ihre Überzeugungen eingesperrt. In russischen Haftanstalten und auf Polizeistationen gibt es nur unzureichenden Schutz vor Folter und Misshandlungen. Politische Morde werden nicht hinreichend untersucht und vielfach nie aufgeklärt. Die Gerichte sind nicht unabhängig und werden als Mittel zur Unterdrückung eingesetzt. Der Kreml verfügt über ein Informationsmonopol durch die staatlichen TV-Sender und unterdrückt unabhängige Medien, um jegliche kritischen Stimmen zum Schweigen zu bringen.
„To Russia with Love“ findet am 7. Oktober 2013 statt, dem siebten Jahrestag der Ermordung der Journalistin und Regierungskritikerin Anna Politkowskaja. Die Veranstaltung ist ihr gewidmet wie auch all den anderen mutigen Menschen in Russland, die trotz aller Bedrohungen ihren Einsatz für die Menschenrechte fortsetzen.


Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International Deutschland, die Stiftung Menschenrechte, Memorial Deutschland, der Verein Deutsch-Russischer Austausch, Reporter ohne Grenzen Deutschland, das Lew Kopelew Forum und die Zeitschrift Osteuropa unterstützen die Veranstaltung.
Peter Franck, Russlandexperte von Amnesty International Deutschland, dazu: „Die Lage der russischen NGOs, mit denen wir seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammenarbeiten, hat sich in den letzten Monaten dramatisch zugespitzt. Wir sind alle Teil derselben internationalen Zivilgesellschaft und unterstützen gerne die Initiative der Kremerata Baltica und Gidon Kremers sowie der übrigen Musiker, mit dem Konzert ein Zeichen der Solidarität zu senden.“
Vor dem Konzert findet im Foyer eine Diskussionsrunde zur Menschenrechtslage in Russland statt. Dabei wird es Gelegenheit zum Gespräch mit NGO-Vertretern geben, die Einblicke in ihre Arbeit bieten. Darüber hinaus können die Gäste an Aktionen zugunsten politischer Häftlinge teilnehmen und einen Beitrag zur Unterstützung von NGOs leisten, die in Russland starkem Druck ausgesetzt sind.
Die Teilnahme an der Diskussionsrunde und am NGO-Informationsforum ist kostenlos. Alle Künstler treten ohne Gage auf.
Eintrittskarten für das Konzert
Montag, 7. Oktober 2013, 20.00 Uhr
Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin
Preise: 67,30 € | 56,30 € | 45,30 € | 34,30 € – inkl. Buchungsgebühren
Hotline: 030 – 47 99 74 66 | Online: www.eventim.de

Dienstag, 7. Mai 2013

MEMORIALs Jubiläum: Podiumsdiskussion am Freitag, dem 10. Mai

Vor 20 Jahren nahm MEMORIAL Deutschland e.V. seine Arbeit auf. Dieses Jubiläum wollen wir, die Mitglieder und Freunde des Vereines, ausgiebig feiern. Auch Sie können dabei sein. Am Freitagabend, den 10. Mai laden wir Sie herzlich ins Haus der Demokratie und Menschenrechte (Berlin) ein.
Sie erhalten die seltene Gelegenheit, mehr über die Lebensgeschichten und Arbeitsbedingungen russischer Bürgerrechtler aus erster Hand zu erfahren. Memorial-Vertreter aus Moskau, St. Petersburg und Perm werden unter anderem darauf eingehen, inwieweit sich aktuelle politische Entscheidungen (Stichwort: NGO-Gesetz) auf ihre Arbeit auswirken.
Wer will, kann im Anschluss mit uns anstoßen und das Gespräch bei Käse und Wein oder Bier und Brezen vertiefen.
Bitte melden Sie sich an, die Teilnahme ist kostenlos! Anmeldungen an: jubilaeum.memorial@gmail.com
Veranstaltungsort, -zeit:
Robert-Havemann-Saal
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
Beginn: 19 Uhr

Freitag, 19. April 2013

20 Jahre MEMORIAL Deutschland e.V.

Vor 25 Jahren entstanden Memorial-Gruppen in vielen Orten der Sowjetunion; vor 20 Jahren kam der
Memorial-Verein in Berlin hinzu. Als Förderverein für Memorial St. Petersburg 1993 gegründet, weiteten
wir unsere Kooperation bald über die Partnerschaft mit der Sankt Petersburger Memorial-Gruppe hinaus
aus und änderten unseren Namen in Memorial Deutschland. Wir wurden auch Mitglied im internationalen
Memorial-Verbund. Inzwischen ist im Rahmen von Memorial Deutschland neben der Gruppe
Ehrenamtlicher in Berlin auch eine Gruppe von Aktiven in München entstanden.
Am Anfang stand vor allem die Unterstützung der sozialen Arbeit von Memorial in Sankt Petersburg.
Bald wurden aber auch die beiden anderen Schwerpunkte der Memorial-Arbeit für uns wichtig: die
historische Aufarbeitung und die Menschenrechtsarbeit. Zahlreiche Aktive haben sich seitdem mit
Kompetenz und Sachverstand an den Projekten und der alltäglichen Vereinsarbeit beteiligt. Andere
unterstütz(t)en die Arbeit mit Spenden. Es ist ein großer und bunter Kreis von Menschen, von denen sich
viele untereinander gar nicht kennen.
Das Jubiläum wollen wir zum Anlass nehmen, eine Gelegenheit zu Begegnung und Austausch zu
schaffen. Wenn es uns dabei gelingt, Anregungen für unsere weitere Arbeit aufzunehmen, werden wir
beflügelt in die folgenden Jahre starten. Vor dem Hintergrund der bedrückenden Entwicklungen in
Russland ist dies besonders wichtig. Deshalb freuen wir uns, dass auch Memorial-Vertreter aus Sankt
Petersburg, Moskau, Perm und Rjazan zum Jubiläum unsere Gäste sein werden.
Sehr herzlich laden wir Sie zu unserem Jubiläum
am Freitag/Sonnabend den 10./11. Mai 2013
in den Robert-Havemann-Saal im Haus der Demokratie und Menschenrechte,
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, ein.

Donnerstag, 7. März 2013

Veranstaltungsprogramm 2013 der Gedenk- und Begegnunstätte Leistikowstraße in Potsdam


Word-VorlagenI

Veranstaltungsprogramm  2013

Mi, 16. Januar 2013

18:00 Uhr
Auftaktveranstaltung zum Themenjahr der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam: „60. Jahrestag des Aufstandes in Workuta“

Lesung
„Wir waren in Workuta …“
Der Journalist Klaus Büstrin liest aus Erinnerungen ehemaliger Häftlinge des Gefängnisses Leistikowstraße Potsdam, die die Haft und den Aufstand im sowjetischen Lager Workuta erlebten
Mi, 30. Januar 2013
16:00  Uhr
Jour fixe
Führung, Büchertisch und Gespräche

18:00 Uhr
Lesung
„Briefwechsel Heinrich Georges mit seiner Frau Berta Drews“
mit Jan George, Sohn von Heinrich George

Moderation: Dr. Richard Buchner, Vorsitzender des Vereins Gedenk- und Begegnungsstätte ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam e.V.

Mi, 13. Februar 2013
18:00 Uhr

Filmvorführung und Gespräch
Workuta – Deutsche in Stalins Lagern“
Dokumentarfilm von Erik S. Tesch, 52 min., NDR, 2004
Regisseur Erik S. Tesch im Gespräch mit Dr. Ines Reich, Leiterin der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Mi, 27. Februar 2013
16:00 Uhr
Jour fixe
Führung, Büchertisch und Gespräche

18:00Uhr

Buchvorstellung und Gespräch
„Der frühe Widerstand in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands SBZ/DDR“ mit dem Herausgeber Prof. Dr. Gerald Wiemers
Moderation: Gisela Kurze, Mitglied von MEMORIAL Deutschland e.V.


Di, 5. März  2013
18:00 Uhr


Vortrag und Zeitzeugengespräch
„Der Tod Stalins und die Erschießung Berijas – das Jahr 1953 in der Sowjetunion und in der DDR“
Einführung: Dr. Richard Buchner,
Zeitzeugengespräch zum Aufstand in Workuta mit Horst Schüler, ehemaliger Häftling des Lagers Workuta
Moderation: Dr. Helmut Müller-Enbergs, wissenschaftlicher Mitarbeiter der BStU

Mi, 27. März  2013
16:00 Uhr
Jour fixe
Führung, Büchertisch und Gespräche

17:00 Uhr


Buchvorstellung und Gespräch
„Lästige Zeugen ? Tonbandgespräche mit Opfern der Stalinzeit“
mit der Autorin Elfriede Brüning ( 102 Jahre alt )

Dienstag, 29. Januar 2013

20 Jahre MEMORIAL Deutschland


Iim Februar 1993 gründete sich in Berlin der Förderverein für MEMORIAL/St. Petersburg e.V., aus dem später MEMORIAL Deutschland e.V. wurde. Wir feiern also in diesem Jahr unser 20. Jubiläum.
Zwar sind wir kein konfessioneller Verein, doch viele von uns kamen über die Evangelische Akademie, über die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste oder über unsere Benefizkonzerte, die wir zugunsten von GULag-Überlebenden in Berliner Kirchengemeinden organisieren, mit MEMORIAL in Berührung oder sind selber bekennende Christen. Deshalb haben wir den Wunsch von Mitgliedern unseres Vereins aufgegriffen, das Jubiläum mit einem Festgottesdienst zu begehen.
Wir laden Sie herzlich ein zu dem
Gottesdienst mit MEMORIAL e.V.
am Sonntag, den 3. Februar 2013 um 11:00 Uhr
in die Französische Friedrichstadtkirche (Französischer Dom)
auf dem Gendarmenmarkt, 10117 Berlin.

Donnerstag, 10. Januar 2013

Einladung zur Buchvorstellung und Podiumsdiskussion

Michail Chodorkowski & Natalja Geworkjan: „Mein Weg. Ein politisches Bekenntnis“

Wann: 24. Januar 2013, 18.30 Uhr
Wo: Kinosaal des Martin-Gropius-Baus, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin
#####
Mit:
- Pawel Chodorkowski, Sohn von Michail Chodorkowski
- Markus Löning, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe
- Natalia Geworkjan, Journalistin und Co-Autorin (angefragt)
- Peter Franck, Russlandexperte von Amnesty International Deutschland
- Olaf Kühl, Autor
- Moderation: Nils Kreimeier, Capital

Seit einem Jahrzehnt ist der Regimekritiker und ehemalige Jukos-Chef Michail Chodorkowski der wohl prominenteste Häftling Russlands. Amnesty International hat ihn und seinen mitinhaftierten Partner Platon Lebedew als gewaltlose politische Gefangene anerkannt. Seine Verhaftung im Jahr 2003 war der Startschuss für die Aushöhlung des Rechtsstaates, die Verfolgung Oppositioneller und den Abbau demokratischer Grundrechte in Russland. Die Verurteilung der beiden Mitglieder von Pussy Riot im letzten Jahr, die Verschärfung verschiedener Gesetze zur Einschränkung zivilgesellschaftlicher Mitwirkungsrechte sowie die Anklage gegen den Oppositionellen Alexei Navalni sind die jüngsten Beispiele dieser Entwicklung.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

MEMORIAL lädt ein zur Diskussion über Öffentlichkeitsarbeit in und zu Russland


Herr Andrej Blinuschow, der z. Zt. auf Einladung der Heinrich Böll Stiftung in Berlin weilt, hat sich zu unserer Freude bereit erklärt, uns im Rahmen eines Vortrags- bzw. Gesprächsabends zur Verfügung zu stehen.

Herr Blinuschow ist Vorstandsmitglied von MEMORIAL Rjasan, Mitglied von MEMORIAL International und Chefredakteur der Zeitung "KARTA". Zudem ist er Redakteur des russischen Internet-Portals "Human rights online"/hro.org. Für seine Arbeiten über die politische Repression gegenüber dem polnischen Volk wurde er mit dem Ritterkreuz der Republik Polen geehrt.

Die Veranstaltung findet statt am Freitag, dem 16. 11. 2012 um 19.00 Uhr. Die Anmeldung zu dieser Veranstaltung richten Sie bitte an edgarvonradetsky@web.de

Montag, 22. Oktober 2012

Video-Interviewprojekt in München vorgestellt


 Am 14. Oktober trat Irina Scherbakowa von MEMORIAL Moskau mit einem Vortrag zum Thema "Stalins `Großer Terror`und die Deutschen" im Münchner Kulturzentrum Gasteig auf. Sie eröffnete einen breiten historischen Kontext, indem sie auf die Tradition des bolschewistischen "Roten Terrors" seit 1917/18 verwies. Den "Großen Terror" selbst, in Russland meist als "das Jahr 1937" bezeichnet, stellte sie in den Zusammenhang mit den gleichzeitig stattfindenden Feiern zum 100. Todestag Puschkins, den Arktisflügen und der Eröffnung des Wolga-Moskwa-Kanals - gebaut von GULag-Häftlingen. Nachdem sie die Hauptursachen für das beispiellose Töten nach Quoten erklärt hatte, ging sie auf die quantitativ nicht begrenzten "nationalen Operationen" gegen Polen, Harbiner, Deutsche u.a. Minderheiten in Russland ein, dabei speziell auf die Opfer der "deutschen Operation" gegen angebliche Spione und Saboteure: Arbeiter, Ingenieure, Politemigranten, Russlanddeutsche aus der Wolga-Republik und aus den "deutschen Selbstverwaltungskreisen". Ein besonderes Schlaglicht warf sie auf den in München sehr verehrten Lion Feuchtwanger, welcher den "Großen Terror" öffentlich rechtfertigte.
Im Anschluss an den Vortrag stellte Andreas Decker das Interview-Projekt "Die letzten Zeugen" vor, indem er zwei Videosequenzen zeigte. 
In der Diskussion betrafen die meisten Beiträge die Situation von MEMORIAL und anderen NGOs nach Verabschiedung des Gesetzes über die Registrierung als "ausländische Agenten" - hier zeigte sich die Aktualität des im Vortrag gewählten Themas.
Die Veranstaltung wurde von der Münchner Gruppe von MEMORIAL Deutschland e.V. in Kooperation mit der Volkshochschule München und mit freundlicher Unterstützung der Gerda und Hermann Weber Stiftung Berlin durchgeführt.
Andreas Decker

MEMORIAL München



Freitag, 5. Oktober 2012

MEMORIAL International wieder auf Frankfurter Buchmesse

MEMORIAL International wird auch in diesem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse (10.10.-14.10.2012) mit einem Stand vertreten sein (5.0 A 946) und Publikationen sowie neue Projekte vorstellen.

Wir würden uns freuen, Sie am Stand und am 13.10. 2012 , 11.15-12.15 Uhr, im Forum Dialog zu unserer Diskussionsrunde über das Thema Geschichtspolitik in Russland begrüßen zu können.

Teilnehmer sind Gerd Koenen (Moderation) sowie Irina Scherbakova, Alena Kozlova und Irina Ostrovskaja.

MEMORAL München präsentiert Video-Interviewprojekt


MEMORIAL München präsentiert das Video-Interviewprojekt „Die letzten Zeugen“ – Stalins großer Terror und die Deutschen. Den Vortrag hält Prof. Irina Scherbakova, Moskau.

Wo: Stadtbibliothek im Gasteig, München
Wann: 14. Oktober 2012 um 19.30 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Das Projekt wird gemeinsam mit der Volkshochschule München und mit Unterstützung der Gerda und Hermann Weber-Stiftung Berlin durchgeführt.

UND

Am Sonntag, dem 21.Oktober 2012 um 11.00 Uhr stellt unsere Münchner MEMORIAL-Gruppe den Film „Im Schatten des Gulag“ von Loretta Walz vor.
Wo: Kino Monopol, Schleißheimerstr. 127 in München

Donnerstag, 26. April 2012

Eröffnung der Gulag-Ausstellung am 29.04.04

Näheres zur Eröffnung der Gulag-Ausstellung auf Schloss Neuhardenberg am 29.04.2012 finden Sie auf www.ausstellung-gulag.org.
Die Ausstellung ist vom 1. Mai - 24. Juni geöffnet.

Donnerstag, 19. April 2012

Zum Potsdamer Historikerstreit ....


Wir empfehlen den Artikel von Guido Berg und Jana Haase zur  neuen Dauerausstellung der Potsdamer Gedenk- und Begegnungsstätte, die am gestrigen 18.04.2012 unter deutlichem Protest von Zeitzeugen eröffnet wurde.
Die Daueraustellung in diesem einzigen in Deutschland erhaltenen Untersuchungsgefängnis des russischen Geheimdienstes könne nach den Worten von Ministerpräsident Platzeck allerdings keine abgeschlossene Sache sein, sondern müsse kontinuierlich verbessert werden, wo dies angebracht scheint und auch die emotionale Vermittlung von Geschichte durch Zeitzeugen einbeziehen, solange diese noch zur Verfügung stünden.
Lesen Sie mehr unter www.pnn.de/potsdam/641278!

Dienstag, 3. April 2012

Mitgliederversammlung 2012


Liebe Mitglieder und Freunde von MEMORIAL Deutschland,
hiermit laden wir Sie sehr herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung ein.
Sie findet am 5. Mai 2012 um 10:00 Uhr in der Herwarthstr. 14 in 12207 Berlin statt.
Margret Cram hat uns dankenswerterweise wieder ihr Haus zur Verfügung gestellt.
Damit sie auch im Hinblick auf die Verköstigung der Gäste disponieren kann, bitten wir Sie, sich unter der Rufnummer (030) 772 80 83 bei ihr anzumelden. Der Unkostenbeitrag für Essen und Getränke beträgt 5 € (erwünscht ist zudem das Mitbringen von Kuchen).
Wir möchten darauf hinweisen, dass wir die Freude haben – nach Abhandlung der Tagesordnungspunkte (s. umseitig) – Gäste aus St. Petersburg und Moskau begrüßen zu dürfen.
Galina Schkolnik und Galina Petrova berichten von ihrer Arbeit in St. Petersburg, insbesondere über die Aktivitäten der Sozialstation.
Irina Ostrowskaja aus Moskau wird zusammen mit Sebastian Priess das Videoprojekt „Die letzten Zeugen“ vorstellen und ausgewählte Filme vorführen.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diesmal Zeit für unser erweitertes Nachmittags – und Abendprogramm mitbringen. Vor allem aber kommen Sie zahlreich.
Wir freuen uns auf Sie, mit freundlichen Grüßen
                                     
Nina Happe                             Boris Kazanskiy                                 Dr. Edgar von Radetzky

Sonntag, 12. Februar 2012

Gedenkstättenkultur in Russland am Beispiel Perm - eine MEMORIAL-Podiumsdiskussion zur aktuellen Geschichtspolitik

 Im Mittelpunkt der Präsentation, die MEMORIAL Deutschland am 6. Februar unter Mitwirkung der Vorstandsmitglieder des Permer Verbandes, Alexander Kalich und Robert Latypov, im Haus der Demokratie und Menschenrechte veranstaltete, stand die in der Region Perm besonders weit entwickelte Gedenkstättenkultur. Als weiterer Gast auf dem Podium war Peter Erler von der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen eingeladen, die Moderation übernahm Dr. Manfred Sapper von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde.
Mit Hilfe einer Bilddarstellung zeigten unsere russischen Gäste zunächst die seit 1996 bestehende Gedenkstätte Perm 36. Sie ist landesweit einzigartig und dokumentiert die Sonderstellung der Region auf diesem Gebiet. Sodann wurde das Projekt einer neuen Museumsgründung im ehemaligen NKVD-Gefängnis Nr. 2 des  Permer Gebiets vorgestellt. Diese als Aufklärungszentrum geplante Einrichtung war ursprünglich ein zaristisches Gefängnis und zuletzt Heimstatt eines Puppentheaters. Die Referenten betonten den positiven Beitrag von Freiwilligen und die Unterstützung durch die Stadt Perm.

Sonntag, 29. Januar 2012

MEMORIAL Deutschland lädt ein zur Podiumsdiskussion über

Die Gedenkstättenkultur in der Region Perm vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Situation in Russland

Präsentation und Podiumsdiskussion mit:

Alexander Kalich (MEMORIAL Perm)
Robert Latypov (MEMORIAL Perm)
Peter Erler (Stiftung Gedenkstätte Berlin – Hohenschönhausen)
Moderation: Dr. Manfred Sapper (Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde)

Montag, 06.02.2012, 19.00 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte (Robert-Havemann-Saal)
Greifswalder Str. 4 - 10405 Berlin


Die Region Perm ist hinsichtlich der dort betriebenen Geschichtspolitik eine Ausnahmeerscheinung in der Russischen Föderation.

Samstag, 7. Januar 2012

Das MEMORIAL Kammermusik-Ensemble aus St. Petersburg in Berlin - ein gelungenes Projekt!

Seit nunmehr 20 Jahren kommt das Ensemble zu Anfang des Jahres nach Berlin (hier die aktuellen Termine 2012), um für die Überlebenden des GULAG zu musizieren. Geboren wurde diese Idee von MEMORIAL-Mitgliedern in St. Petersburg und Berlin: Der ehemalige Vorsitzende von MEMORIAL St. Petersburg, Schnittke, begleitet die Musiker auch weiterhin während ihres Aufenthalts in Berlin und Berliner MEMORIAL-Mitglieder organisieren zusammen mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern die Konzerte und Betreuung der Musiker. Zu ihnen gehört auch Frau Theda Werner, deren Bericht über die Konzert-Initiative wir hier veröffentlichen:


„Im Vorfeld müssen Kirchen und Gemeindehäuser gefunden werden, in denen die Musiker kostenlos auftreten können. Der Zeitpunkt der Auftritte ist nicht der günstigste, da die Wege für Musiker und Besucher bei Eis und Schnee beschwerlich sind, man sich nicht selten in schlecht geheizten Räumen trifft und manchmal sogar von unbeheizbaren Kirchen in Gemeindesäle ausweichen muss, was für den Pianisten und seinen musikalischen Vortrag eine besondere Herausforderung bedeutet. Außerdem beginnen die Berliner Winterferien Ende Januar und verhindern Interessierte, die Konzerte zu besuchen. Trotzdem findet sich immer wieder eine treue Schar an MEMORIAL-Enthousiasten ein, und es kommen noch jedes Jahr neue dazu.

Freitag, 16. Dezember 2011

Antrag von MEMORIAL Deutschland auf Benennung einer Münchner Straße nach Carola Neher erfolgreich!

Der Kommunalausschuss des Münchner Stadtrats hat im September 2011 die Errichtung einer Carola-Neher-Straße beschlossen. Die Münchner Gruppe von MEMORIAL Deutschland hatte 2009 den entsprechenden Antrag gestellt.

Um dem Antrag Nachdruck zu verleihen, organisierte MEMORIAL Deutschland vor einem Jahr eine Gedenkveranstaltung für die Schauspielerin. Nach einem Grußwort von Anatol Regnier berichtete Prof. Dr. Irina Scherbakova im Vortragssaal der Münchener Bibliothek Gasteig über das Schicksal Carola Nehers in der Sowjetunion. Anschließend erinnerten Mitglieder der Münchner Kammerspiele in einer eindrucksvollen Lesung  an Nehers außergewöhnliches Leben. Nachstehend folgen einige ausgewählte Bilder der Veranstaltung.